Juli 7

Warum können Chinesen „Den Tagesspiegel“ nicht lesen?

Man geht über die Straße und läuft an einem Zeitungsladen vorbei. Man schaut hinein, und überall liegen Zeitungen ganz unterschiedlicher Art. Hier in Deutschland kein ungewöhnliches Bild. Doch das ist nicht in jedem Land so. In anderen Ländern gibt es eingeschränkte oder gar keine Pressefreiheit. Aber warum?

In Ländern wie China, Iran oder Nordkorea wird die Presse zensiert, weil die alleinregierende Partei die Presse und Medien nutzt, um Propaganda zu verbreiten bzw. zu senden. In Nordkorea ist z.B. bei allen neugekauften Fernsehgeräten der Staatssender voreingestellt. Die Regierung überwacht und zensiert auch das Internet. Ein frei zugängliches Internet wie bei uns gibt es dort nicht. Wer in Nordkorea beim Konsum ausländischer Medien erwischt wird, muss mit Strafen wie Zwangsarbeit oder gar der Todesstrafe rechnen.

Auf dem Bild ist die Uncensored Libary zu sehen
Quelle:https://www.reporter-ohne-grenzen.de/aktivitaeten/kampagnen/the-uncensored-library

Die Organisation Reporter ohne Grenzen möchte das ändern. Diese Organisation umgeht auf kreative Art und Weise die Zensur. Zum Beispiel wurde 2018 die Uncensored Playlist auf Musikstreaming-Diensten veröffentlicht, die in jedem Land erlaubt sind. Mithilfe von Künstlern verfassten Journalisten ihre Texte in Form von Popsongs. Zwei Tage vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft veranstaltete die Organisation vor der russischen Botschaft in Berlin ein Fußballspiel, um auf eingeschränkte Pressefreiheit aufmerksam zu machen, die im Rahmen der Berichterstattung über dieses sportliche Großereignis oft vergessen wird. Ihr jüngstes Projekt ist die sogenannte Uncensored Library, die zum Welttag gegen Internetzensur (12. März) im Computerspiel Minecraft zugänglich gemacht wurde. Da das Spiel in jedem Land erlaubt ist, benötigt man zum Lesen der ursprünglich zensierten Artikel lediglich einen Internetzugang zu dem Spiel. Mit der ,,unzensierten Bibliothek“ sollen vor allem junge Menschen in Ländern mit beschränkter Pressefreiheit erreicht werden, die aufwachsen, ohne sich eine eigene Meinung bilden zu können. Damit bessert sich vielleicht die Lage in manchen Ländern. Wenn ihr mehr erfahren wollt, könnt ihr gerne die unten genannten Seiten besuchen:

Hier erfahrt ihr noch mehr über die Uncensored Libary

Hier geht es zu Reporter ohne Grenzen

Von Leo Heinemann

Juli 7

Als Kind der Musik nah, heute Singer-Songwritah

Alexa Feser und Ich

Von Kilian Wenzel

„Wenn man in einem Song die Wahrheit sagt, dann kann man das auch ganz leise tun. Die Wahrheit ist lauter als einhundert Rammstein-Konzerte.“ Alexa Feser

Was macht diese Sängerin so besonders? –

Schon wenn Alexa Feser anfängt zu singen, bekomme ich sehr wohl Gänsehaut, aber es liegt auch an ihrem Schreibstil. Die Inspiration für ihre Songs zieht Alexa Feser nicht nur aus persönlichen Ereignissen, sondern auch aus Schicksalen der anderen, wie in dem Lied  „Linie 7“. Im Album „Zwischen den Sekunden“ singt sie darüber, was zwischen den Sekunden passiert. Da haben wir ein gutes Beispiel dafür, dass Alexa Feser Geschichten erzählt, die jeden betreffen oder betreffen könnten.

Einen großen Beitrag zu ihrer Entwicklung leistete ihr Großvater, der durch die New Yorker Clubs zog, um Musik zu spielen. Er war als junger Mann in die USA ausgewandert, um als Jazz-Pianist auftreten zu können. In ihrer Kindheit hörte Alexa ihn häufig auf Familienfeiern spielen: Stücke aus seiner Jugend, z.B. Gershwin und Brubeck. Sie ist beeindruckt davon,  ganz besonders aber von der Art und Weise, wie er spielt: mit Leidenschaft.  Aus diesem Erleben heraus wird das Klavier auch zu ihrem Instrument und damit zu ihrem persönlichen Markenzeichen.

„Aus der dramatischen Nachricht Konfetti gestanzt…“ Alexa Feser

 „Bist du ein Wunderkind oder vor Wunder blind?“ Alexa Feser

Eine Lehrerin erkannte Alexas Talent und brachte ihr bei, nach Gehör zu spielen und zu improvisieren. Dadurch wurde sie ermutigt, ihren Weg zu gehen und eigene Ideen und Gedanken in Musik zu verwandeln. Schon in Wiesbaden, ihrer Geburtsstadt, übernahm Alexa eine Vielzahl von Jobs, um ihren Traum von der Musik finanzieren zu können, später nach ihrem Umzug nach Berlin: Sie stellt Zeitungen zu, arbeitet in der Gastronomie oder verteilt Flyer an Messebesucher; kurz, sie tat alles, was sich anbot, Gewöhnliches, aber auch Ungewöhnliches: So reiste sie sogar eine Zeitlang als Flugbegleiterin einer exklusiven Privatfluggesellschaft durch die Welt–  immer ihre Ukulele im Handgepäck, um auch über den Wolken kreativ sein zu können.

„Ich will, dass man Geschichten nicht nur in den Textzeilen lesen, sondern auch in Musik und Stimme hören kann. Ich will auch nicht schön singen – ich will so singen, dass man mich emotional versteht.“ Alexa Feser

Um jedoch den Durchbruch zu schaffen, musste sie viele Anläufe unternehmen. Und mindestens genauso schwierig war es für sie,  zwischen vermeintlich guten Ratschlägen ihren eigenen Weg, ihr eigenes musikalisches Selbst zu finden. In dieser Zeit helfen ihr Menschen wie der Songwriter Steve van Velvet und der deutsche Produzent Andreas Herbig, ihre Songs zu entwickeln und zu veröffentlichen.

„In meinem Leben steht die Musik ganz oben, solange ich mich erinnern kann. Alles andere musste eben gemacht werden, damit es mir überhaupt möglich war, dieses Ziel dauerhaft zu verfolgen. Das war und ist für mich in Ordnung, auch weil ein solcher Weg Lebenserfahrung bringt, ohne die meine Musik nicht entstehen könnte – universelle Geschichten kann nur erzählen, wer Vergleichsmomente hat.“

Hier könnt ihr sie singen hören: